Inflation, Gender-Pay-Gap, Gewalt an Frauen – die Parlamentssitzung am 19.11.2025 bot eine heiße Debatte unter den Abgeordneten. Da das Wahlrecht ein zentraler Bestandteil des Unterrichtsfaches Politischen Bildung ist, durfte die 8NI zwischen konstruktiven Diskussionen und scharfen Kritiken live bei einer echten Parlamentssitzung im Nationalrat sein. 

Sorgen nicht-binäre Geschlechtsidentitäten für einen „woken Genderwahn“ oder schützen sie indirekt vor tief verankerten Geschlechterrollen in der Gesellschaft? Die Geschlechterdebatte war ein bewegender Einstieg in eine hitzige Diskussion zwischen konservativen und progressiven Abgeordneten. Trotz ihrer grundsätzlichen ideologischen Unterschiede einigten sich beide Richtungen auf einen stärkeren Schutz von Frauen vor Gewalt und einen größeren Fokus auf die Beseitigung des Gender-Pay-Gaps.  

Die kostenlose Verfügbarkeit von bestimmten österreichischen Printmedien an Schulen wurde von den rechten Parteien abgelehnt. Zu entscheiden, welche Medien seriös und welche korrupt sind, sei undemokratisch und restriktiv. Darüber hinaus sollten Presseunternehmen keine staatlichen finanziellen Unterstützungen bekommen. Dieser Standpunkt wurde maßgeblich debattiert und führte letztlich auch zu persönlicher Kritik an Vizekanzler Andreas Babler.  

Was sagt es über unser Land aus, wenn Politiker, die eigentlich alles im Griff haben sollten, ihren Fokus auf Beleidigungen und taktische Argumentationen legen, statt auf eine lösungsorientierte Kompromisssuche – die Österreich offenbar dringender denn je benötigt? Konstruktive Diskussionen haben wir bei unserem Live-Besuch im Nationalrat auf weiter Strecke vermisst. 

Nichtsdestotrotz bekamen wir einen guten Einblick hinter die Kulissen der Demokratie und die Entstehung von Gesetzen, welcher essenziell für die wahlberechtigten Schüler*innen der 8NI ist.  

 

Wir bedanken uns bei Frau Professor Reiter, die uns dies ermöglicht hat.  

Autorin: Kathrin Kopp