Am Sonntag, dem 08. März 2026 füllte die rund 25-köpfige Schulband unter der Leitung von Prof. Markus Osztovics die Bühne des legendären Wiener Jazzclubs Porgy & Bess. Katharina Osztovics führte am Weltfrauentag durchs dichte Programm. Elena Haidbauer aus der 8M1 eröffnete routiniert mit „Stupid Cupid“ gleich im zweiten Stück das abwechslungsreiche Programm an Solo-Sänger:innen. Im Anschluss coverte Wuk Pavlovic mit „Schreib a Liad“ von Sebastian Holzer einen BORG-Absolventen. Passend zum Anlass – Stichwort: Weltfrauentag – begab sich Amelie Preissinger auf Aretha Franklins Spuren, was ihr außerordentlich gut gelang, bevor es mit „Don´t know why“ – gesungen von Anahit Saribekyan – für einen Moment ruhiger wurde.
Apropos „Schulband“: Diese Bezeichnung mag zwar stimmen, wird der Professionalität dieser Truppe allerdings bei weitem nicht gerecht. Dem Publikum wurde an diesem Sonntag eine Performance geboten, die dem ehrwürdigen Wiener Jazzclub, bei dem internationale Größen der Musikszene ein und aus gehen, in allen Belangen gerecht wurde. Die vielen perfekt exerzierten Solis offenbarten das musikalische Können unserer Schüler:innen. Ob Emanuel Pachler an der Posaune, Esther Graggaber am Sax, Toni Bertz an der E-Gitarre oder Valentin Narosy am Kontrabass – es waren zu viele, um sie hier alle zu nennen. Wenn der Blick zwischendurch dann einmal zum „Bandleiter“ Prof. Osztovics wandert, wird schnell klar, warum diese Band und ihre individuellen Akteur:innen so gut und harmonisch interagieren: Seine unglaublich authentische und ermutigende Art und seine bedingungslose Positivität übertragen sich auf den gesamten Saal.
Mein persönliches Highlight war die Uraufführung des Gedichts „Schtzn ohne Grmm“ von Paula Osztovics. Die Gewinnerin des heurigen Redewettbewerbs – in der Bigband mit dem Bariton-Saxophon im Einsatz – trug ihr Gedicht, gepaart mit einer Komposition von Markus Osztovics, erstmals der Öffentlichkeit vor. Im Publikum stand dabei neben mir ausgerechnet eines ihrer Vorbilder: Die Wiener Rapperin und Poetry-Slammerin „Yasmo“, die als Überraschungsstargast den zweiten Teil der Setlist performte. Yasmo, normalerweise mit der „Klangkantine“ ohnehin mit einer überdurchschnittlich großen Band auf Tour, war von der BORG.big.band angetan und hatte offenkundig Spaß an diesem speziellen Gig. Auf der Bühne sagte sie (in Richtung der Band): „Ich spüre eure Freude, eure Liebe und euren Stolz“. Ich denke, damit ist alles gesagt – sie hat damit vollkommen recht.
Ein besonderer Dank gilt der OeAD-Initiative Kultur:Bildung für die Unterstützung dieses Konzerts, finanziert aus den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung.
Hier geht es zum Video von Paulas Poetry Slam „Schtzn ohne Grmm“: https://youtu.be/QCOo44F4988
















